Mehr Zeit für die Strafverfolgung: Polizei Niedersachsen ermöglicht bargeldloses Bezahlen

Für die Kernaufgaben der Polizei hat die Landesbehörde Niedersachsen jetzt mehr Zeit, denn rund 1.500 mobile Terminals von TeleCash unterstützen die Beamten beim Kassieren von Verwarngeldern und Sicherheitsleistungen und entlasten sie damit von Verwaltungsaufgaben.

 

Die Herausforderung
Wie jede Behörde so muss auch die Polizei politisch verordnete Sparmaßnahmen umsetzen. Dazu gehört auch, den administrativen Aufwand so weit wie möglich zu senken. Die Qualität der polizeilichen Arbeit darf unter den Einsparungen allerdings nicht leiden. Im Rahmen einer Innovationsoffensive beschloss die Polizei Niedersachsen deshalb im Oktober 2009, die Abrechnung von Verwarngeldern und Sicherheitsleistungen von Bar- auf Kartenzahlung umzustellen.
Jeder Dienstzweig, der mit der Erhebung einer Zahlung im Bereich Verwarnungsgeld, Sicherheitsleistung oder Haftbefehl betraut ist, sollte künftig in der Lage sein, diese Zahlungen unmittelbar vor Ort anzunehmen. Dadurch soll der Bearbeitungsprozess verschlankt und die polizeiliche Arbeit optimiert werden. Ein wichtiger Aspekt dabei: Die Beamten haben mehr Zeit, sich um ihre Kernaufgaben zu kümmern. Von einer Verbesserung des Service verspricht sich die Polizei außerdem eine höhere Zahlungsbereitschaft von Verkehrssündern aus dem In- und Ausland.

 

Der Kunde
Die Polizei Niedersachsen ist eine Landesbehörde mit 23.000 Beschäftigten, davon 18.500 Polizeivollzugsbeamte, die sich auf sieben Polizeidirektionen mit 33 Polizeiinspektionen verteilen. Diesen untergeordnet sind 88 Polizeikommissariate und fünf Autobahndienststellen. Alle verrichten einen 24-Stunden-Dienst. Aufgaben der Polizei sind Gefahrenabwehr und Strafverfolgung sowie Präventionsmaßnahmen im Dienst der öffentlichen Sicherheit.

 

Die Lösung: mobile Bezahlterminals

Wegen der hohen Anforderungen an die räumliche Flexibilität kamen als Terminaltypen nur mobile Geräte infrage, die Transaktionen innerhalb des GPRS-Netzes schnell und sicher durchführen kön­nen. Als ideal erwies sich das V670G von CCV, mit dem Online-Kartenzahlungen dank integriertem Kommunikationsmodul so einfach sind wie ein Handygespräch. 

Das Gerät ist kompakt und leicht gebaut, aber dennoch robust. Von seinem großen, weiß hinter­leuchteten Display können Bezahldaten auch bei schlechten Lichtverhältnissen mühelos abgelesen werden. Und ein leistungsstarker Lithium-Ionen- Akku sorgt dafür, dass das Terminal erst nach rund 350 Transaktionen wieder aufgeladen werden muss.

 

Die Umsetzung
Die Polizei Niedersachsen begann im Oktober 2009 mit der Planung zur Einführung eines bargeldlosen Bezahlsystems. Eine eigens eingerichtete Projektgruppe führte rechtliche und fachliche Bewertungen durch und begutachtete Systeme von Polizeibehörden anderer Bundesländer. Aus einer Ausschreibung ging TeleCash als idealer Anbieter hervor und erhielt den Auftrag, die Polizei Niedersachsen mit rund 1.500 mobilen Terminals auszustatten. Neben der Bereitstellung der Geräte übernahm TeleCash als Generalunternehmer die Wartung der Hardware sowie die Einweisung der Anwender.

 

Das Ergebnis
„Verwarngelder bar zu bezahlen war umständlich und wenig fortschrittlich. Seit bei uns auch bargeldlos bezahlt werden kann, ist der Zeit- und Verwaltungsaufwand deutlich gesunken“, resümiert Polizeioberrat Hans-Werner Röhrken. „Und auch wenn Verwarngelder in der Sache ärgerlich bleiben, so reagieren die Bürger doch positiv darauf, dass sie mit Karte zahlen können. Für uns ist allerdings der wichtigste Aspekt, dass wir die gewonnene Zeit nun mehr für unsere eigentlichen Aufgaben, wie zum Beispiel die Verkehrssicherheitsarbeit oder die Strafverfolgung, nutzen können.“

 

 Diesen Bericht finden Sie hier als pdf zum Runterladen.

 

„Das neue System funktioniert so gut, dass die Polizei Niedersachsen inzwischen
nur noch bargeldlos kassiert. Und hat ein Verkehrsteilnehmer mal keine Karte, bekommt er einen Beleg für eine Zahlkarte – sozusagen eine Anzeige in Kurzform.“

 

Hans-Werner Röhrken,
Polizeioberrat und Dezernatsleiter, Polizeiinspektion Braunschweig